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Die Residenzgalerie im DomQuartier Salzburg

Europäische Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts bildet den Bestand der Gemäldesammlung des Landes Salzburg. Herausragender Glanzpunkt ist die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, erworben aus der altösterreichischen Adelssammlung Czernin. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Begegnung mit bedeutenden italienischen, französischen und österreichischen Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts. Werke österreichischer Malerei des 19. Jahrhunderts runden den Museumsbestand ab.

Sonderausstellungen

Schwerpunkte

Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts (Rembrandt, Rubens, Brueghel …), italienische, französische und österreichische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts sowie österreichische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts (Waldmüller, Amerling, Makart, Ender …). Zur ständigen Schausammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen angeboten.

Flämischer Barock

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Holländischer Barock

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Französischer Barock

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Italienischer Barock

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Österreichischer Barock

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Österreichische Malerei des 19. Jahrhunderts

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Das Museum

Die Gemälde werden in 11 Sälen der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz präsentiert.

Residenzgalerie Salzburg

Residenzgalerie Salzburg © RGS/Eckschlager

Die Geschichte der Residenzgalerie Salzburg

Die Gründung der Residenzgalerie Salzburg erfolgte 1923. Einerseits sollte das Museum Ersatz für die im frühen 19. Jahrhundert verloren gegangenen erzbischöflichen Kunstsammlungen bieten, andererseits den Fremdenverkehr in Stadt und Land Salzburg fördern. 1938 wurde die Galerie aufgrund der politischen Ereignisse geschlossen.

Die Wiedereröffnung fand am 3. August 1952 statt. Der Sammlungsschwerpunkt lag auf dem Gebiet der Malerei des 16. – 20. Jahrhunderts. Nachdem das Land Salzburg 1980 für die Kunst des 20. Jahrhunderts ein eigenes Haus, das Rupertinum, eingerichtet hat, übergab die Residenzgalerie Salzburg diesem Museum sämtliche Bestände des 20. Jahrhunderts.

Zu den bedeutendsten Gemälden der Residenzgalerie Salzburg zählen Werke aus der ehemaligen Wiener Adelssammlung Czernin, die in den Jahren 1956 – 1994 erworben wurden. Die Sammlung Czernin in Wien ging auf die Sammlungstätigkeit von Johann Rudolph Graf Czernin zwischen 1800 und 1840 zurück.

Das Museum befindet sich im Osttrakt der Residenz. Die Bausubstanz geht in die Zeit um 1600 zurück, die Stuckdecken in den nördlichen Galerieräumen wurden von Erzbischof Franz Anton Fürst Harrach, der diese Räume als Audienz- und Wohnzimmer nutzte, in Auftrag gegeben. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Stockwerk unter Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo erstmals zur Aufstellung der fürsterzbischöflichen Gemäldesammlung genutzt.

Franz Xaver Mandl, Blick auf Salzburg, Öl/Leinwand, 68 x 92,5 cm, Inv. Nr. 220 © RGS/Ghezzi

Forschung

  • HOLZTAFELBILDER 2015 – 2020
  • Restaurierungsprojekt
  • Neumontage der Holztafeln im Zierrahmen

Dr. Erika Oehring

Mag. Gerhard Walde
Konservierung und Restaurierung historischer & zeitgenössischer Kunst, Wien

Die Residenzgalerie Salzburg besitzt 81 Holztafel-Bilder (16. -19. Jahrhundert). Diese Gemälde reagieren in den historischen Räumlichkeiten auf Klimaschwankungen äußerst sensibel, die unter anderem durch zunehmenden Besucherstrom verstärkt werden. Ziel des Restaurierungsprojektes ist es, durch eine speziell neu entwickelte, auf die jeweilige Holztafel abgestimmte Montagetechnik mit flexibel definiertem Druck, dem hölzernen Bildträger eine kontrollierte Bewegung (Ausdehnung / Schrumpfung) zu ermöglichen. 

Förderung des Bundeskanzleramtes Österreich (Abt. VI/4 Kulturförderung)

Das Land Salzburg überprüft seit 1987 die Provenienz aller in seinen Museen befindlichen Kunstobjekte.

Zu den Beständen der Residenzgalerie Salzburg, die im Zeitraum 1923 – 1938 als Leihgaben präsentiert bzw. für das Haus erworben wurden, erschien 1998 eine Publikation.
Literatur: Gerhard Plasser, residenzfähig. Sammlungsgeschichte der Residenzgalerie Salzburg 1923 – 1938, Salzburg 1998

Das Salzburger Landesarchiv hat im Auftrag des Landes Salzburg das Inventarbuch der vom Kunsthändler Friedrich Welz zwischen 1942 und 1944 für die sogenannte NS-„Landesgalerie Salzburg“ erworbenen Kunstwerke bearbeitet und im Jahr 2000 veröffentlicht.
Literatur: Fritz Koller, Das Inventarbuch der Landesgalerie Salzburg. 1942 – 1944. Salzburg 2000

Parallel zur Forschungstätigkeit des Salzburger Landesarchivs hinsichtlich des bereits erwähnten „Landesgalerie“-Inventarbuches, das die Erwerbungen des Kunsthändlers Friedrich Welz im Zeitraum 1942 – 1944 auflistet, hat die Residenzgalerie ab 1998 Provenienz-Recherchen zu jenem Teilbestand der Welz-Ankäufe, der nach dem 2. Weltkrieg nicht restituiert, sondern in den Museen des Landes Salzburg verblieben ist, durchgeführt und 2007 vorgelegt. Es handelt sich vorwiegend um Werke des 19. und 20. Jahrhunderts (bis 1945).
Literatur: Roswitha Juffinger, Gerhard Plasser, Salzburger Landessammlungen 1939 – 1955. Salzburg 2007

Nach der Gründung des Rupertinums / heute Museum der Moderne Salzburg wurden die aus den Kriegsankäufen von Friedrich Welz vorhandenen Werke der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts dem Museum der Moderne Salzburg übergeben. Zu den Restitutionen des Museums der Moderne Salzburg siehe die Website des Museums.

Das Forschungsprojekt „Tonale Malerei“ umfasst Gemälde der Leidener und Haarlemer Schule aus der Niederländer Sammlung der Residenzgalerie, Land Salzburg. 

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Das Projekt dient der Vorbereitung einer online-Ausgabe mit Auswertung der historischen Photographien und einer Studie zum Salzburger Kunsthandel um 1920 inklusive der Verkaufsmodalitäten des Ludwig-Viktor Nachlasses durch das Dorotheum, Wien, und der American Art Association, New York, sowie der Vorbereitung eines Konzeptes zur Realisierung eines Ausstellungsprojektes unter Einbindung jener Nachlass-Bestände, die sich im Eigentum des Landes bzw. des Salzburg Museums befinden.

Dr. Roswitha Juffinger
Kunsthistorikerin, Wien
Projekt des Landes Salzburg / DQ Salzburger Landessammlungen / Salzburger Landesarchiv
E-Mail: roswitha@juffinger.cc

 

Anfragen

Geschäftsführung

KuratorInnen

 

Seit 2014 ist die Residenzgalerie Salzburg Teil des DomQuartier Salzburg. Im Rahmen des DomQuartier Rundgangs können die aktuellen Sonderausstellungen in der Residenzgalerie besichtigt werden.

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