Anlässlich seiner Wahl zum Erzbischof von Salzburg vor 350 Jahren steht Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg im Mittelpunkt einer Ausstellung, die verschiedene Facetten seiner Regierungszeit beleuchten wird. Protestantenvertreibung und Hexenverfolgung, die mit dem Zauberer-Jackl-Prozess ihren traurigen Höhepunkt erreichte, werfen Schatten auf seine Persönlichkeit. Bedeutend waren Max Gandolphs Leistungen in kultureller Hinsicht: Er war hochgebildet, ein Förderer der Universität und Bücherfreund, der die Hofbibliothek („Max-Gandolph-Bibliothek“) in der Neuen Residenz gründete. Den Violinvirtuosen Heinrich Ignaz Franz Biber machte er zum Hofkapellmeister und Georg Muffat  zum Domorganisten. Damit wurde Salzburg zu einem europäischen Zentrum der Barockmusik. Max Gandolph gründete das Stift Seekirchen, vollendete die Altäre der Seitenschiffkapellen im Dom und ließ die Wallfahrtskirche Maria Plain sowie Kajetanerkirche und Erhardkirche errichten. Eine Reihe neuer Verordnungen, darunter eine „Feuerlöschordnung“ und eine „Sauberkeitsordnung“, sollten Sicherheit und Lebensqualität in seiner Residenzstadt verbessern.

Die Ausstellung des Dommuseums im Nordoratorium – die erste über Fürsterzbischof Max Gandolph von Kuenburg – beleuchtet in vier Abschnitten den Menschen, Politiker, Mäzen und Erzbischof. Darüber hinaus werden Informationen im DomQuartier überall dort geboten, wo sich Max Gandolph mit seinem Wappen verewigt hat.

In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg erscheint ein Katalog mit Aufsätzen zu allen wichtigen Themen der Regierungszeit Max Gandolphs. Konzept und Redaktion: Dr. Christoph Brandhuber, Universitätsarchiv Salzburg, und Ass. Prof. Dr. Ingonda Hannesschläger, Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft.

Logo Universitaet Salzburg

(c) Dommuseum Salzburg/J. Kral