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Die vier freien Künste: Allegorie des Gesangs

Peter Strudel (Strudl) (um/c 1660 - 1714)

Die vier freien Künste: Allegorie des Gesangs
1710-1712
Gemälde
Öl/Leinwand
Durchmesser 161 cm
Objektmaß 161 x 161 x 3,3 cm
663
Derzeit nicht in der Ausstellung
Österreichischer Barock
© Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm

Die "Allegorie des Gesangs" betört mit ihrer Stimme, unterstützt vom klangvollen Laut eines Schwanes, der seit der Antike Begleiter von Érato, der Muse der Musik ist. Das Notenblatt wird ihr von zwei Putti gereicht. Nach Hesiod wird die Stimme von den Musen geleitet, die ihm in der Theogonie (35–38) von Gott gesprochene Worte einhauchen, „… um zukünftiges zu verkünden | und vergangenes und geboten mir [Hesiod] das geschlecht der ewig seienden | seligen zu besingen – sie selbst jedoch immer als erstes und letztes.“
So stehen die Musen am Anfang und am Ende des Werkes eines Künstlers. Sie sind Quelle und zugleich Garant einer gelungenen Darbietung, die dem Publikum unvergleichliche Stunden bescheren soll.

Habersatter Thomas: Die Musen. In: Astrid Ducke: Der Kuss der Musen. Festspiele göttlicher Inspiration. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2020, S. 17-23, Peter Strudel, Die vier freien Künste: Allegorie des Gesangs, S. 23, Abb. 15, S. 23