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Schwind Moritz von (1804 - 1871)

Schwind besucht das Schottengymnasium, studiert ab 1818 Philosophie und wechselt 1821 an die Akademie der bildenden Künste Wien. Er lernt bei Leopold Kupelwieser (1796–1862) und Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1788–1853). 1825 bricht er sein Studium ab, bildet sich als Autodidakt weiter und ist in Kontakt mit dem Künstlerkreis um Franz Schubert (1797–1828). 1828 bis 1830 schließt er bei Peter Cornelius (1783–1867) in München sein Malereistudium ab. 1834 bis 1836 entstehen seine Kompositionen für Schloss Hohenschwangau, an denen er 1835 in Venedig arbeitet. 1847 wird Schwind Professor der Münchner Akademie. Fresken akzentuieren sein Leben: Bibliothekszimmer der Residenz München (1832–1834), Kunsthalle Karlsruhe (1839–1840), Städelsches Kunstinstitut Frankfurt am Main (1844–1847), Wartburg-Fresken (1853–1855), Wiener Opernhaus (1866–1867). 1855 wird Schwind in den österreichischen Ritterstand erhoben. Zum umfangreichen und vielfaltigen Schaffen des international anerkannten Künstlers – er ist Mitglied der Dresdner, Wiener und Berliner Akademien sowie der Academie des Beaux-Arts in Paris – zahlen die Glasfenster der Kathedrale in Glasgow (1858–1864) und jene der Londoner Kirche St. Michael’s (1861–1863, abgerissen 1960), außerdem drei große Märchenzyklen und seine „Reisebilder“.

Autor*in: Ducke Astrid

Literatur: Ducke Astrid: Der Kuss der Musen. Festspiele göttlicher Inspiration. Ausstellung Residenzgalerie Salzburg, DomQuartier Salzburg 20.2.2020-10.1.2021. Salzburg 2020, S. 105

Die gefangene Prinzessin

Die gefangene Prinzessin, um 1860

Moritz von Schwind

Inv.-Nr. 180

Tamino und Pamina

Tamino und Pamina, um 1864

Moritz von Schwind

Inv.-Nr. 181

Madonna, das Kind anbetend

Madonna, das Kind anbetend

Moritz von Schwind

Inv.-Nr. 497