Dommuseum zu Salzburg

Im Südoratorium des Salzburger Doms – Kunstschätze aus der Erzdiözese Salzburg

Seit 1974 befindet sich das Dom- und Diözesanmuseum in den Räumen des südlichen Oratoriums des Salzburger Doms, das wie das gegenüberliegende Nordoratorium früher als Kapelle genutzt wurde unn dem heiligen Virgil geweiht ist. Hier werden Kunstwerke aus 1300 Jahren Salzburger Kirchengeschichte gezeigt.

Das Herzstück des Salzburger Dommuseums bildet der Domschatz. Dieser besteht aus Geräten und Gewändern, die im Dom bei den liturgischen Handlungen zum Einsatz kamen bzw. kommen: Kelche, Monstranzen, Bischofsstäbe, Mitren und Chormäntel. Sie verkörpern gleichermaßen Glauben, Kunstsinn und Reichtum ihrer Auftraggeber.
Die im Dommuseum ausgestellten Gemälde und Skulpturen stammen zum größten Teil aus Pfarren und Klöstern der Erzdiözese Salzburg und vermitteln einen Eindruck vom künstlerischen Reichtum des Landes.


Hostientaube, Limoges, 1225 Kupfer, vergoldet

Dommuseum

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Dommuseums zählen unter anderem das Rupertuskreuz aus dem 8. Jahrhundert, die Pretiosenmonstranz, Gemälde von Paul TrogerReliefs von Georg Raffael Donner sowie die Hostientaube aus Limoges

Die Hostientaube entstand im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts im französischen Limoges und ist seit 1553 im Dom nachweisbar. Sie diente ursprünglich wohl zur Aufbewahrung von Hostien. Im 16. Jahrhundert enthielt sie Weihrauch. Wie der Abtstab in St. Peter und andere Arbeiten aus Limoges besteht sie aus vergoldetem Kupfer, ist mit farbigem Email verziert und mit Türkisen und Glassteinen besetzt.


Kunst- und Wunderkammer

Im südlichen Dombogen richteten Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und sein Nachfolger, Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine Kunst- und Wunderkammer ein, die Objekte aus Bergkristall, Elfenbein, Steinbockhorn sowie Edelsteinen versammelte. Nach dem Ende des Erzstiftes 1803 wurde die Sammlung zerstreut. Marmorboden, stuckiertes Gewölbe und Mobiliar stammen aus der Gründungszeit der fürsterzbischöflichen Kunstkammer um 1668–1670.

1974 wurde die Kunst-und Wunderkammer im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert. Sie ist einer der wenigen in Europa, deren historische Einrichtung noch weitgehend erhalten ist. Heute füllen die schwarz-goldenen Schaukästen staunenswerte Objekte aus Kunst, Natur und Technik.

 

 

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