Von den Tapeten in den Prunkräumen zu eigenen Musterentwürfen

Die Wände in den Prunkräumen des DomQuartiers sind unterschiedlich gestaltet und haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Einige Zimmer haben rote und blaue Seidentapeten. Die Stofftapeten aus Seidendamast sind in einer Harmonie an Farben so gewebt, dass elegante Muster erscheinen. Es sind hauptsächlich fantasievolle Blumenmuster aus Blättern und Blüten, die sich fortlaufend wiederholen.


Ein kompliziert gebauter Webstuhl und große Handwerkskunst ermöglichen die Umsetzung der Idee des Gestalters. Seide kann aber nicht nur gewoben sondern auch bemalt werden. Dabei entstehen besonders schöne Muster, denn die Farben zerfließen auf der Seide. Ich möchte dir heute zeigen, wie du mit Wasserfarben und Küchenrolle eine ähnliche Wirkung der Seidenmalerei erhältst. Mit deinen schönsten Mustern kannst du dann Grußkarten gestalten und anderen damit eine Freude machen.


Damit bastelst du deine Grußkarte!

Folgende Materialien brauchst du dazu:

  • Wasserfarben
  • Feine Pinsel
  • Küchenrolle
  • Scheren, groß und klein
  • Lineal, Bleistift
  • Wachskreiden
  • verschiedene Schablonen
  • Stärkeres farbiges Papier in Streifen, ca.60×15 cm
  • Kleber

 


Und schon kann es losgehen! (Klicke ins Bild für eine vergrößerte Ansicht.)

TIPP: Lege immer zwei Blatt von der Küchenrolle übereinander, dann saugt das untere Blatt die Feuchtigkeit der Farben auf. Die Farben sollten immer mit reichlich Wasser angerührt werden!

Fertig sind die Glückwunschkarten! Viel Freude beim Verschenken!


Thronsaal in der Salzburger Residenz

Thronsaal in der Residenz zu Salzburg

Das Geheimnis Seide

Die Prunkräume der Residenz dienten den Salzburger Fürsterzbischöfen von 1606 bis 1803 zur Repräsentation ihrer Macht und wurden immer wieder im jeweiligen Zeitgeschmack verändert. Dies galt auch für die Gestaltung der Wände. Besonders kostbar sind die roten Seidendamaste, welche wir heute noch als Wandverkleidung in mehreren Räumen vorfinden.

Seide war 3000 Jahre lang ein wohlgehütetes chinesisches Geheimnis. Über Byzanz kam das Wissen über den kostbaren Stoff nach Italien. Im 15. und 16. Jahrhundert waren Venedig und Florenz führend in der Seidenproduktion. Die Italiener entwarfen die schönsten und aufwändigsten Muster, die oft kopiert wurden. Die meist rot gefärbten Textilien waren in der Barockzeit Ausdruck von höchstem Luxus. Seidendamaste – nach der syrischen Stadt Damaskus benannt –  sind Gewebe, deren Wirkung auf der wechselnden Sichtbarkeit von Kette und Schussfäden besteht. Meist wird zweifarbig gewebt. Spezielle Musterschäfte am Webstuhl ermöglichen die Wiederholung des Musters.

Ausschnitt der Seidentapete im Thronsaal

Die Seidentapeten in den Prunkräumen sind kunstvoll gestaltet. Im Thronsaal der Residenz besteht das Ornament aus einer wundervollen Kombination von großen gezackten Blättern und Blüten mit fantasievollen Staubgefäßen.

Ausschnitt des Möbelüberzugs im Schreibkabinett

Die blauen Tapeten im Schreibkabinett zeigen hingegen eine grafische Auflösung des floralen Musters. Auch die Tapeten in anderen Räumen des DomQuartiers sind aufwendig ausgeführt und tragen zum prunkvollen Ambiente bei.

Vielleicht hast du ja Lust, bei deinem nächsten Besuch im DomQuartier diese Tapisserien genauer anzusehen?


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Viel Spaß beim Nachmachen!!