DomQuartier Salzburg – Mehr als ein Museum

Das DomQuartier Salzburg ist ein Museumskomplex, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, 2014 eröffnet wurde und im Zentrum der Stadt rund um den Domplatz situiert ist. An der DomQuartier Salzburg GmbH sind das Land Salzburg, der Domkirchenfonds und die Erzabtei Sankt Peter beteiligt.

Gemeinsam vermitteln sie unter der Dachmarke „DomQuartier Salzburg“ ein vielfältiges Erlebnis von barocker Architektur, bildender Kunst und Herrschaftsgeschichte. Die im Barock geschaffene architektonische Raumabfolge zwischen der fürsterzbischöflichen Residenz, dem Dom und dem Stift St. Peter umfasst folgende weltliche und sakrale Kunstsammlungen: Prunkräume der Salzburger Residenz, Residenzgalerie Salzburg, Dommuseum Salzburg und Museum St. Peter.

Das DomQuartier sieht sich als weltoffene, besucherorientierte Bühne für die Vermittlung eines interdisziplinären Dialogs zu künstlerischen, historischen, gesellschaftlichen und theologischen Themen und richtet sich an Salzburgerinnen und Salzburger aller Altersstufen ebenso wie an Interessierte aus dem In- und Ausland.

Wir setzen einen weiteren, aus der Tradition des fürsterzbischöflichen Ambientes abgeleiteten Schwerpunkt, die Musik. Sie war integrierender Bestandteil aller Höfe Europas und soll im DomQuartier weiterhin durch musikalische Veranstaltungen verschiedenster Art gepflegt werden.

Wir, das DomQuartier-Team, widmen uns serviceorientiert und zukunftsgerichtet den musealen Agenden sowie den klassischen Museumstätigkeiten wie dem „Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln“. In einer sich dynamisch veränderten Welt orientieren wir uns am „Code of Ethic for Museums“ der ICOM und richten uns stets nach den neuesten wissenschaftlichen und museologischen Kriterien.

Im Bewusstsein unserer Brückenfunktion zwischen der Bewahrung des historischen Erbes und den Erfordernissen unserer Zeit, verschreiben wir uns einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen. Wir verankern ein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement in allen unseren Bereichen und richten uns dabei nach den Zielen der Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen – den Sustainable Development Goals (kurzs SDGs).

 

Residenz zu Salzburg – Prunkräume
Zentrum der weltlichen Macht der Fürsterzbischöfe

In der Bel Etage der Salzburger Residenz liegen die ehemaligen Repräsentations- und Wohngemächer der Salzburger Fürsterzbischöfe. Neben der musealen Besichtigung der Räumlichkeiten in Form eines Rundganges finden in den Prunkräumen auch Empfänge, Konzerte, Ausstellungen und Antiquitätenmessen statt.

Wir zeigen in 15 glanzvoll ausgestatteten Prunkräumen Herrschafts- und Stilgeschichte, von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus, wodurch die außergewöhnliche Lebenskultur eines Machtzentrums vergangener Jahrhunderte erlebbar gemacht wird.

Wir pflegen und bewahren nach neuesten restauratorischen Standards sowohl die Räumlichkeiten selbst sowie die darin befindlichen Kunstwerke und leisten im Vermittlungsprogramm einen wesentlichen Beitrag zur historischen und kulturellen Identität von Stadt und Land Salzburg.

Wir veranstalten exklusive Empfänge und Konzerte auf hohem Niveau und bieten den Gästen einzigartige Einblicke in die elegante Lebenswelt des Salzburger Hofes.

 

Residenzgalerie
Meisterwerke europäischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts

Die Residenzgalerie wurde vom Land Salzburg 1923 gegründet – ohne ein einziges Objekt zu besitzen – und im dritten Obergeschoß der Salzburger Residenz angesiedelt. 1938 geschlossen, wurde das Haus 1952 wiedereröffnet.

Die hochkarätige Gemäldesammlung an Alten Meistern wurde vom Land Salzburg ab 1952 aufgebaut. Glanzpunkt des Bestandes an europäischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts sind Werke der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, erworben aus der Wiener altösterreichischen Adelssammlung Czernin. Ergänzt werden diese mit bedeutenden italienischen, französischen und österreichischen Meisterwerken des 17. und 18. Jahrhunderts sowie Werken österreichischer Malerei des 19. Jahrhunderts.

Die restauratorische Betreuung des bedeutenden Gemäldebestandes von internationalem Rang ist ein Fundament unserer Tätigkeit; diese erfolgt seit 1952 mit höchster Fachkompetenz unter Einbeziehung der jeweils neuesten Standards, zu denen seit den 1990er Jahren auch naturwissenschaftliche Untersuchungen zählen.

Wir messen der kunsthistorischen Recherche zum Sammlungsbestand, die in Zusammenarbeit mit renommierten Forschungsinstitutionen des In- und Auslandes erfolgt, als Basis des Wissenstransfers einen hohen Stellenwert bei. Diesem Umstand tragen die Kataloge zum Gesamtbestand des Museums ebenso Rechnung, wie die mit Ausstellungen verbundenen Publikationen zu Einzelaspekten der Gemäldesammlung.

Wir realisieren in nationalen und internationalen Museumspartnerschaften Ausstellungsprojekte, die auf den Sammlungsbestand thematisch zurückgreifen. Um eine innovative Kunsterfahrung zu ermöglichen, wird dieser Sammlungsbestand in Dialog gesetzt zu anderen, zeitgleich geschaffenen Kunstwerken sowie zu moderner / zeitgenössischer Kunst. Die Komplexität der Ausstellungsinhalte (Mythologie, Geschichte, Dichtung, etc.) erfordert in der Museumsdidaktik zu den einzelnen Projekten ein differenziertes und facettenreich aufbereitetes Programm für alle Altersgruppen.

Wir nutzen, auf der Grundlage unserer umfassenden, laufend erweiterten digitalen Dokumentation sämtliche Möglichkeiten der neuen Medien sowohl für eine zeitgemäße Kunstvermittlung, als auch für unseren Außenauftritt.

 

Nordoratorium des Salzburger Doms
Sonderausstellungsraum

Das Nordoratorium des Salzburger Doms dient im Wechsel aller DomQuartier-Partner als Sonderausstellungsbereich. Darüber hinaus werden in größeren Intervallen Teilbestände der barocken Sammlung Rossacher des Salzburg Museums gezeigt.

 

Dommuseum
Kunstschätze aus 1300 Jahren                                     

Das Dommuseum Salzburg, gegründet 1974, umfasst die Ausstellung kirchlicher Kunst im Südoratorium des Doms und die Kunst- und Wunderkammer im südlichen Dombogen, einem Gebäudeteil im Besitz der Erzabtei St. Peter.

Kern des Dommuseums ist der Domschatz mit seinen liturgischen Geräten und Gewändern. Nicht alle davon sind reine „Museumsobjekte“, einige werden bei Pontifikalämtern im Dom traditionell verwendet. Darüber hinaus macht das Dommuseum auch andere wertvolle, nicht mehr in Gebrauch stehende kirchliche Kunst zugänglich: Vielfach sind es Leihgaben aus Kirchen und Klöstern der Erzdiözese, aus dem Kardinal-König-Kunstfonds, aus Landes- und Privatbesitz. Die Exponate gehören unterschiedlichen Kunstgattungen und Epochen an, das älteste Werk datiert ins 8. Jahrhundert.  

Im südlichen Dombogen war bis zur Säkularisation die fürsterzbischöfliche Kunstkammer eingerichtet, deren kostbare Schaustücke anschließend für Salzburg verloren gingen. Weitgehend erhalten blieb der Raum mit seinen um 1670 geschaffenen Vitrinen. Die heutige Kunst- und Wunderkammer mit Objekten aus dem Kunsthandel, Leihgaben der Erzabtei St. Peter sowie aus Privatbesitz vermittelt den Eindruck einer Universalsammlung des 17. Jahrhunderts mit staunenswerten Gegenständen aus Natur, Kunst und Technik.

Wir betreuen die uns anvertrauten Kunstwerke konservatorisch und bringen sie einem interessierten Publikum nahe. Wir berücksichtigen dabei auch die pastorale Funktion kirchlicher Kunst, für die sie einst geschaffen wurde und die auch nach ihrer Entfernung aus dem Kirchenraum weiterwirkt.

Wir widmen uns der Kunst-, Kultur- und Kirchengeschichte im ältesten Erzbistum des deutschen Sprachraums und leisten einen Beitrag zur Identität der Erzdiözese.

Forschungsergebnisse finden ihren Niederschlag einerseits in Ausstellungen und Publikationen, andererseits in einer sich ständig erweiternden digitalen Präsentation.

Wir bieten ein Führungsprogramm, angepasst an alle Altersstufen, zu den Sonderausstellungen, zum Dom, zum Domschatz sowie zur Kunst- und Wunderkammer.

 

Museum St. Peter
Kunstschätze aus den Sammlungen der Erzabtei St. Peter

Das Benediktinerkloster St. Peter blickt auf 1300 Jahre Kontinuität zurück und gilt als das älteste noch bestehende Kloster im deutschen Sprachraum.

Die Kunstschätze des Klosters waren bis zur Gründung des DomQuartiers 2014 – außer zu besonderen Anlässen – nicht öffentlich zugänglich.

Innerhalb des Rundganges werden in der „Langen Galerie St. Peter“, der ehemaligen, zwischen 1657 und 1661 errichteten Gemäldegalerie der Fürsterzbischöfe, sowie in Räumlichkeiten des ehemals zur Residenz gehörenden sogenannten „Wallistraktes“ erstmals Bestände der Klostersammlungen präsentiert.

Der mittelalterliche Kirchenschatz bildet die Grundlage der St. Petrischen Sammlungen, erweitert durch für die Liturgie erforderliche Gerätschaften (Vasa sacra) und Textilien (Paramente) späterer Jahrhunderte.

Neben herausragenden, umfangreichen Sammlungen aus allen Kunstgattungen besitzt das Kloster auch einen großen Bestand an naturwissenschaftlichen Objekten.

Wir dokumentieren das Kloster als Ort der Spiritualität, der Meditation und der Kontemplation. Diese Dokumentation der gelebten klösterlichen Gemeinschaft ist ein Fundament unserer Präsentation im DomQuartier.

Vordringlich widmen wir uns der Bewahrung des vielfältigen Bestandes nach neuesten konservatorischen Erkenntnissen, die parallel zu einer Neubewertung der kunsthistorischen Sammlungen erfolgt. Die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen und kunsthistorischen Untersuchungen bilden die Grundlage unserer digitalen Dokumentation.