10 Jahre DomQuartier

Das Herzstück des Salzburger Welterbes feiert Jubiläum

Es ist nun zehn Jahre her: Mit der Gründung des DomQuartiers wurde das historische Zentrum politischer und kirchlicher Macht in Salzburg auf eine Weise wieder erlebbar, die den Gast durch die Brille der Fürsterzbischöfe blicken lässt. Residenz, Dom und Erzabtei haben über Jahrhunderte Stadt und Land Salzburg geprägt und bilden auch in der architektonischen Form eine zeichenhafte Einheit.

Residenzplatz mit vielen Menschen auf den Bänken und gehend über den Platz, im Hintergrund die barocke Fassade der Alten Residenz mit Hauptportal und Terrasse mit Übergang in den Dom. Foto im Gegenlicht der Sonne am Nachmittag aufgenommen.

 

Dr. Andrea Stockhammer, Direktorin DomQuartier Salzburg schildert: „Heute können die Besucherinnen und Besucher, wie damals nur der Fürsterzbischof und wenige Auserwählte, von einer Sphäre in die andere wandeln: von der weltlichen Pracht der Residenz – mit den bildlichen Erzählungen von den Taten Alexanders des Großen – in die geistliche Sphäre von Dom und Erzabtei. Mit dem Ende des geistlichen Fürstentums 1803 war die Einheit aus Residenz, Dom und Erzabtei obsolet geworden. Über 200 Jahre später wurden die mittlerweile entstandenen baulichen Barrieren im doppelten Sinne des Wortes wieder aufgebrochen und ein Museumsrundgang der besonderen Art geschaffen.“

 

Feiern Sie mit uns zehn Jahre DomQuartier Salzburg!

Paolo Veronese, Judith mit dem Haupt des Holofernes, um 1582 © KHM-Museumsverband

Den 10. Geburtstag des DomQuartiers begehen wir in vielerlei Form.

Wir betrachten Salzburg als Knotenpunkt eines Netzwerks internationaler Beziehungen der Fürsterzbischöfe und erzählen die Geschichten von Erfolg, Scheitern und Abenteuer, die sich dahinter verbergen.

Auch in diesem Jahr werden wir Feste feiern, Musik erleben, Ausstellungen bieten. Ein besonderer Schwerpunkt gilt den seit jeher intensiven Beziehungen zwischen Salzburg und Venedig.

Der Gastauftritt des Kunsthistorischen Museums Wien mit bedeutenden venezianischen Meisterwerken aus den ehemals kaiserlichen Sammlungen ist der erste seiner Art in Salzburg. Die „Farben der Serenissima“ versammelt alle Top-Stars in Salzburg, unter anderem Tizian, Veronese, Tintoretto und Giorgione.

Wir freuen uns auf eine Schau des Salzburg Museums im Nordoratorium mit malerischen Ansichten von Gotteshäusern unterschiedlicher Konfessionen und einem spannenden Dialog der Religionen.

Last but not least feiert das Dommuseum sein 50-jähriges Bestehen und bietet Einblicke in die Geschichte seiner Sammlungen.

Wir wünschen Ihnen anregende Begegnungen und freuen uns auf Ihren Besuch im DomQuartier Salzburg!

 

Programm-Highlights im Jubiläumsjahr 2024

  • ab 8. März 2024: Sonderausstellung „Heilige Orte – Ansichten von Hubert Sattler (1817–1904), Salzburg Museum – Gastspiel
  • 6. April 2024: Jubiläumstag der Gründung des Dommuseums, „50 Jahre Dommuseum“, Aktionstag
  • 18. April 2024: Welterbetag, Präsentation der digitalen 3D-Darstellung der Baugeschichte des DomQuartiers
  • 11. Mai 2024: 10 Jahre DomQuartier, Tag der offenen Tür
  • ab 21. Juni 2024: „Die Farben der Serenissima. Venezianische Meisterwerke von Tizian bis Canaletto“, Gastauftritt des Kunsthistorischen Museums Wien
  • 20. Juli 2024: Fest zur Festspieleröffnung
  • 31. August 2024: Venezianisches Fest
  • 24. September 2024: Rupertitag, Präsentation des restaurierten Rupertuskreuzes anlässlich „50 Jahre Dommuseum“
  • 7. und 8. November 2024: Öffentliche Tagung zu den Beziehungen zwischen Salzburg und Venedig mit Abendkonzert am 7. November 2024

 

Video zu den Programm-Highlights im Jubiläumsjahr 2024

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Hier ist bereits der Weg das Ziel: Der DomQuartier-Rundgang

Der DomQuartier-Rundgang vermittelt ein einzigartiges Zusammenspiel von 1.300 Jahren Salzburger Herrschaftsgeschichte, Kunst, Musik und Architektur. Er eröffnet authentische (früh)barocke Erlebnisräume und ermöglicht eine spannende Entdeckungsreise auf den Spuren der Fürsterzbischöfe zu einer Zeit, als Salzburg ein souveränes Geistliches Fürstentum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist. 

Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen und vermögenden Fürsterzbischöfe, Salzburg nach italienischem Vorbild in ein barockes Juwel zu verwandeln. Sie schufen ein städtebauliches Meisterwerk, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Die Salzburger Fürsterzbischöfe regierten mit absolutistischem Anspruch über „himmlische und irdische“ Belange. Der Gebäudeverbund aus Residenz und Dom war sichtbarer Ausdruck dieser umfassenden geistlichen und weltlichen Macht. Mit der Säkularisation 1803 schlossen sich auch die Verbindungstüren.
Mit der Einrichtung des DomQuartiers wurde die ursprüngliche architektonische und politische Einheit des Dom- und Residenzbereichs – unter Einbeziehung des Benediktinerklosters St. Peter – wiederhergestellt und damit ein international einzigartiges Museumsprojekt geschaffen.

Das DomQuartier erzählt aber nicht nur von der großen Geschichte Salzburgs. Es ist auch ein Haus der Kunst. Neben Architektur, Deckengemälden, Stuckarbeiten und dekorativer Innenausstattung werden Schätze aus den reichen Kunstsammlungen des Landes, der Erzdiözese Salzburg und der Erzabtei St. Peter dargeboten. Ergänzt werden die Präsentationen in Residenzgalerie, Dommuseum, Kunst- und Wunderkammer sowie Langer Galerie und Museum St. Peter durch wechselnden Sonderausstellungen. Erfahren Sie mehr über Hintergrundgeschichten des Salzburger Museum oder aktuelle Neuigkeiten.

 

Video über das DomQuartier

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Der DomQuartier-Rundgang

Der Rundgang  führt durch die vier Institutionen des DomQuartiers und ihren zugehörigen Ausstellungsflächen und Aussichtspunkten:

 

  • Prunkräume der Residenz – Zentrum der weltlichen Macht der Fürsterzbischöfe

Die Residenz zu Salzburg diente über Jahrhunderte als Regierungssitz und Wohnort sowie für Repräsentationszwecke. 15 glanzvoll ausgestattete Prunkräume versammeln über 200 Jahre Herrschafts- und Stilgeschichte, von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus.

 

  • Residenzgalerie – Europäische Malerei von internationalem Rang

Im 3. Obergeschoss der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz werden im Rahmen von wechselnden Sonderausstellungen  Gemälde des 16. bis 19. Jahrhunderts gezeigt. Schwerpunkte liegen in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, der italienischen, französischen und österreichischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts sowie in österreichischen Meisterwerken des 19. Jahrhunderts. Bereits unter Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo wurden diese Räumlichkeiten als Gemäldegalerie genutzt. 
Besuchen Sie die Residenzgalerie Salzburg auch online, rund um die Uhr.

Dombogenterrasse –  Verbindung zwischen Residenz und Dom
Die Terrasse bietet einen einmaligen Ausblick auf das barocke Zentrum Salzburgs. Als Teil des DomQuartier Rundgangs und Verbindung zwischen Residenz und Dom bietet die Dombogenterrasse einen unvergleichlichen Ausblick auf den Dom- und Residenzplatz, die dem Hof als öffentliche Bühne diente, sowie auf das berühmte Panorama der Altstadt mit ihren Stadtbergen.

 

  • Nordoratorium – Sonderausstellungen mit Barockschwerpunkt

In den Räumen des nördlichen Oratoriums im Salzburger Dom werden abwechselnd Sonderausstellungen der Partner präsentiert. Für sich allein  sehenswert ist der letzte Raum, das künstlerisch besonders reich ausgestattete Rupertusoratorium.

Domorgelempore – Einblick in den geistlichen Mittelpunkt der Stadt
Der Salzburger Dom ist der monumentalste Kirchenbau des Frühbarock nördlich der Alpen. Der Weg über die Orgelempore gewährt den schönsten Blick in den prachtvollen Innenraum.

 

  • Dommuseum – Kunstschätze aus 1300 Jahren

Das Museum im Südoratorium zeigt kirchliche Kunst – Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk. Wichtigste Exponate sind die liturgischen Geräte aus dem Domschatz. Viele Objekte sind Leihgaben aus Kirchen und Klöstern der Erzdiözese, darunter das berühmte Rupertuskreuz von Bischofshofen.

Kunst- und Wunderkammer – Objekte und Kuriositäten aus Natur und Kunst
Im südlichen Dombogen, dem Ort der ehemaligen fürsterzbischöflichen Kunstkammer, wurde 1974 die Kunst- und Wunderkammer neu eingerichtet. Die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts bergen eine Fülle staunenswerter Artefakte aus den Sammlungen des Dommuseums und der Erzabtei St. Peter.

 

  • Museum St. Peter

Lange Galerie – Eindrucksvolle 70 Meter mit herausragenden Stuckarbeiten
Die Lange Galerie wurde 1657–1661 errichtet. Bis zum Ende des Erzstifts 1803 diente sie als Gemäldegalerie der Fürsterzbischöfe. In dieser Tradition sind heute großformatige, religiöse Gemälde aus der Kunstsammlung der Erzabtei St. Peter zu sehen. Im DomQuartier Rundgang erleben Sie die Galerie als Verbindung zwischen der Kunst- und Wunderkammer und dem Museum St. Peter.

Kunstschätze aus dem ältesten Kloster im deutschen Sprachraum
Die überaus reiche Kunstsammlung des Benediktinerklosters St. Peter umfasst geschätzte 40.000 Exponate. Das Museum gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte: St. Peter und die Kunst, St. Peter und die Musik, St. Peter in Geschichte und Verfassung.

 

Bilder und Audios zum Reinhören

Virtuelle Rundgänge