Engel vom Abtenauer Altar, Musuem St. Peter

Themenführung „Engel – Göttliche Boten“ am Samstag, 12.12.2020 leider abgesagt.

Aufgrund der gegebenen Umstände kann die Themenführung leider nicht wie geplant stattfinden. Trotzdem möchten wir Sie stimmungsvoll durch die Vorweihnachtszeit begleiten und Sie mit einem Online-Beitrag zum Thema Engel unterhalten. Damit auch unsere jungen BesucherInnen auf ihre Kosten kommen, zeigen wir ein Falt-Engel-Video, welches zu selbst gemachtem Weihnachtsschmuck inspiriert.

Wir laden Sie herzlich dazu ein: Kleinen Kunstgeschichte der Engelsdarstellungen & Falt-Engel für den Christbaum


Ein Themenbeitrag zu den himmlischen Geschöpfen

Stellen Sie sich Engel auch als kindliche Wesen vor, die mit ihren kleinen Flügeln das Himmelsgeschehen beleben? Jeder von uns hat vermutlich seine eigene Vorstellung von einem göttlichen Boten, sofern man deren Existenz überhaupt Glauben schenken möchte.

Im DomQuartier-Rundgang können Sie in verschiedensten Kunstwerken eine Vielzahl von Engel entdecken, die Sie vielleicht zu einer eigenen, ganz persönlichen Vorstellung von einem Himmelsboten inspirieren. Erfahren Sie in diesem Beitrag eine kleine Kunstgeschichte der Engelsdarstellungen und lassen Sie sich vom Liebreiz und von der Ausstrahlung der göttlichen Boten vorweihnachtlich stimmen. Weiter unten finden Sie noch mehr Interessantes zu den himmlischen Gesandten.

Video-Bastelanleitung für Kinder: ein Falt-Engel für den Christbaum

Viele der prachtvollen Objekte im DomQuartier erzählen die Weihnachtsgeschichte auf ganz spezielle Art und Weise. Den Engeln kommt dabei eine besondere Rolle zu.
Engel sind oft die Überbringer von Botschaften, meistens sind es erfreuliche Neuigkeiten, die den Menschen übermittelt werden. Vor allem zu Weihnachten begegnen wir den göttlichen Boten vermehrt. Beispielsweise überreicht der Erzengel Gabriel Maria eine Lilie und verkündet ihr, dass sie Jesus auf die Welt bringen soll. Etwas später dann sind es die Engelschöre, die den Hirten von Christi Geburt erzählen und den Stall umschwirren. Schlussendlich teilt ein Engel der Heiligen Familie mit, dass sie in Gefahr ist und sich auf die beschwerliche Flucht nach Ägypten begeben muss. Natürlich fehlen die göttlichen Helfer auch auf dieser Reise nicht.

In dem Video zeige ich dir, wie du selbst einen göttlichen Boten für den Christbaum falten kannst. Hast du Lust?

Wir freuen uns über dein Feedback

Schreib uns, wie es dir dabei gegangen ist und wie du dein Werk gestaltet hast. Schick dazu ein E-Mail mit Fotos oder einem kurzen Video an: office@domquartier.at Oder postet es auf unserer Facebook Seite oder in Instagram mit den Hashtags #DomQuartierSalzburg

Viel Spaß beim Nachmachen!!

 

Engel – Göttliche Boten: Kleine Kunstgeschichte der Engelsdarstellungen für Erwachsene

So unterschiedlich die Religionen sind, so unterschiedlich sind auch die Darstellungen von Engeln. Abseits von Religionsgemeinschaften existieren ebenso Himmelsboten – Engel sind nicht allein im christlichen Glauben präsent.

Die Himmelsbotschafter stellen ein Verbindungselement zwischen Gott und den Menschen dar – sie sind Mittler zwischen den irdischen und den überirdischen Welten. Doch wo finden sich die Anfänge für die Darstellungen der geflügelten Wesen?

Abbildungen von Engeln gibt es bereits bei den Sumerern und in Babylonien. Griechen und Römer überlassen den Göttinnen Nike und Viktoria, mit jeweils weit ausladenden Flügelpaaren, die Rolle der Siegesbotinnen. Ob die beiden Göttinnen als Vorläufer für die christlichen Engel geltend gemacht werden können, wird in der Literatur unterschiedlich gehandhabt. In den frühen Anfängen des Christentums sind Engel noch männliche Gestalten ohne Flügel – mitunter tragen sie sogar einen Bart.
Ab dem 14. Jahrhundert erhalten die göttlichen Wesen weiblichere Züge oder sie wirken geschlechtslos. Die beliebten, zumeist unbekleideten Kinderengel, erfreuen sich in der Barockzeit größter Beliebtheit, verlassen jedoch zusehends den religiösen Kontext.

Darüber hinaus entwickelt sich eine sogenannte Engelhierarchie, in der die Engel nach ihren Aufgaben eingeteilt werden. Man unterscheidet zwischen Seraphim, Cherubim und Erzengel.
Seraphim (Plural, Singular = Seraph) werden ausschließlich im Alten Testament erwähnt. Sie versammeln sich zumeist um den Thron Gottes und sind mit sechs Flügeln ausgestattet. Davon bedecken zwei Flügel das Gesicht, zwei die Füße – die restlichen beiden Flügel dienen als Flugwerkzeug.

Die Gruppe der Cherubim (Plural, Singular = Cherub) kommen gemeinsam mit den Seraphim um den Gottesthron zusammen. Sie bilden den himmlischen Hofstaat und gelten als Bewacher des Paradieses. Die Cherubim unterscheiden sich von den Seraphim durch die Anzahl ihrer Flügel – sie besitzen anstatt drei nur zwei Flügelpaare.

Die Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel sind uns bekannt. In den Apokryphen ist sogar von sieben Erzengeln die Rede. Zur besseren Unterscheidung erhalten sie Attribute. Beim Erzengel Gabriel ist es die Lilie, die er stets bei der Verkündigung der Geburt Jesu an Maria bei sich trägt. Michael ist hingegen beim Engelssturz unabdingbar. Mit Schwert und Harnisch ausgerüstet, stürzt Michael gefallene Engel und Dämonen in die Tiefe.

Von großer Bedeutung ist unser persönlicher Schutzengel. Zwar nicht in der Bibel verankert, stillt er die Sehnsucht nach überirdischer Hilfe und nach einem immerwährenden Begleiter. Mit seinen Flügeln schwebt er scheinbar schwerelos rasch von Ort zu Ort und kann uns rechtzeitig vor Unheil bewahren.

Text: Christine Fegerl
Text Kinderbeitrag und Video: Alexandra Hederer

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