Carabinierisaal, Residenz zu Salzburg

A different sound of music.

In der Residenz feierten schon die Fürsterzbischöfe rauschende Feste. Events aller Art waren zu ihrer Zeit an der Tagesordnung. Die Prunkräume eignen sich damit perfekt für musikalische Performances. Der Dialog zwischen Ton, Wort und Raum, zwischen Gestern und Heute ermöglicht ein bestechendes visuelles und auditives Erlebnis.

Mit den Prunkräumen der Residenz und dem Dombereich umfasst das DomQuartier Salzburg zudem bedeutende historische Spielorte weltlicher und geistlicher Musik. Hier manifestiert sich die kulturelle Bedeutung Salzburgs als Musikstadt mit internationaler Ausrichtung und jahrhundertealter glanzvoller Tradition. Die fürsterzbischöflichen Hofmusiker, unter ihnen Heinrich Ignaz Franz Biber, Georg Muffat, Vater und Sohn Mozart oder Michael Haydn, haben für diese Räumlichkeiten komponiert und hier auch selbst musiziert. Im Carabinierisaal fand die erste Opernaufführung nördlich der Alpen statt.


13 bis 14 Uhr: Terrea (IRN/AUT)

Das Trio Terrea bietet eine spannende Perspektive und einen frischen Blick auf die Musik Vorderasiens, insbesondere auf die reiche musikalische Tradition des Irans. Das eigens dafür von Musiker und Instrumentenbauer Georg Vogel entworfene Claviton, ein mikrotonales Keyboard mit 31 Tasten pro Oktave, ermöglicht dem Komponisten Amir Ahmadi eine völlig neue Interpretation der iranischen und arabischen Dastgah- und Maqam-Musik, vor allem hinsichtlich Mikrotonalität und Tonsystemen. Das heuer erschienene Debutalbum “Raz” versammelt Kompositionen von Amir Ahmadi, in denen Fragmente persischer musikalischer Vokabulare mit Elementen moderner Musik zu einer neuen, persönlichen Klangsprache verwoben werden.

Line Up: Sarvin Hazin: Violine | Anna Marina Niemiec: Cello | Amir Ahmadi: Claviton (31-ton-Keyboard) und Komposition

14:30 bis 15:15 Uhr: Ernst Molden und die Neuen Wiener Concert Schrammeln

Das Liebeslied, im Wienerischen so zärtlich wie respektlos „Hadern” (also Fetzen) genannt, ist eine tragende Säule im Werk des Liedermachers und Dichters Ernst Molden. Spätestens seit er in den 1990er Jahren die Klasse von Nick Cave an der Schule für Dichtung besuchte, wo Cave unter dem Titel „The Lovesong and How to Write One” seinen Studentinnen erklärte, es gebe keine noblere Kunst als ein Liebeslied zu schreiben, ist das so. Zu Ö1 sagte Molden einmal: „Eigentlich schreibe ich seit Jahrzehnten Lieder, um von ein und derselben Frau cool gefunden zu werden.” Schön für diese Frau, aber auch schön für uns! Und was wäre ein Programmpunkt, der sich “Stories” nennt und das städtische Liedgut aus Metropolen der Welt nach Salzburg bringt ohne die im Blues und Jazz geerdeten Songs des Wienerlieds und seinen populärsten Vertreter Ernst Moden?

Line Up:
Ernst Molden – Gesang, Gitarre
Neue Wiener Concert Schrammeln
Peter Uhler, Violine | Marie-Theres Stickler, Akkordeon | Nikolai Tunkowitsch, Violine | Peter Havlicek, Kontragitarre


Eintritt frei – keine Karten nötig! Einfach hingehen und genießen!

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