Stephan Balkenhol

In den Prunkräumen der Residenz und am Residenzplatz

25.7.2026 – 5.9.2026 | Residenzplatz
27.7.2026 – 5.10.2026 | Prunkräume

Installation des international renommierten Künstlers Stephan Balkenhol

Unter dem Titel „Là ci darem la mano …“ werden Operngestalten aus Mozarts, Verdis, Strauss‘ und Puccinis Meisterwerken auf dem Residenzplatz und im DomQuartier zu neuem Leben erweckt.


Stephan Balkenhol. Là ci darem la mano … Figaro am Residenzplatz

Zeitgenössische Kunst in den Prunkräumen – Brückenschlag zum Residenzplatz

Mit Skulpturen von Stephan Balkenhol aus dem Themenkreis der Opernwelt wird zeitgenössische Kunst ins DomQuartier einziehen. Die Werke Stephan Balkenhols im historischen Kontext der Prunkräume funktioniert besonders gut, zumal im Carabinierisaal die erste Oper nördlich der Alpen aufgeführt wurde und Mozart hier seinen Arbeitsplatz hatte. Der Brückenschlag zu Balkenhols Figurenreigen auf dem Residenzplatz ist dabei besonders reizvoll, da der Platz zur Zeit der Fürsterzbischöfe Ort großer künstlerischer Inszenierungen war, in denen auch die breite Öffentlichkeit ihren Platz gefunden hat.

Residenzplatz (bis 5. September)

Auf dem Residenzplatz, auf Traversen stehend, werden sechs farbig gefasste Bronzefiguren das musikalische Geschehen im Festspielhaus in den öffentlichen Raum tragen: Figaro, Elektra, Don Giovanni, Turandot, Othello und Carmen. Der Geist der Oper bekommt durch Balkenhols Skulpturen ein ganz neues Gesicht. Seine lakonische Darstellungsweise verwandelt die Opernheldinnen und -helden in nahbare, alltägliche Figuren, sie werden auf Zeit zu Mitbürgern der Stadt.

Prunkräume der Residenz (bis 5. Oktober)

Parallel zur Installation im öffentlichen Raum werden die gleichen Opernfiguren, aus Holz gefertigt und für die Prunkräume dimensioniert, im DomQuartier präsentiert. Ihre unmittelbare Sinnlichkeit tritt in einen spannenden Dialog mit den historischen Räumen, die als Repräsentationsort der Salzburger Fürsterzbischöfe über Jahrhunderte einem bedeutenden Musikleben den Rahmen gaben.
Gezeigt werden hier auch Lithografien, die den Entwurfszeichnungen nachempfunden sind und den Werkstattprozess nachvollziehbar machen. Kleinformatige Bronzen von Eurydike, Parzival und Hamlet ergänzen den Reigen der Opernfiguren auf dem Residenzplatz. Auch sie entstammen den großen Erzählungen der europäischen Kultur: Eurydike steht für Liebe, Erinnerung und den unwiederbringlichen Verlust. Sie schlägt die Brücke zur ersten Opernaufführung nördlich der Alpen, als der Musikliebhaber Fürsterzbischof Markus Sitticus von Hohenems 1614 L´Orfeo von Monteverdi in der Salzburger Residenz aufführen ließ. Parzival verkörpert den Menschen auf der Suche nach Erkenntnis und innerer Haltung. Hamlet macht den Zweifel zur Voraussetzung verantwortlichen Handelns. So werden die literarischen und mythologischen Gestalten zu zeitlosen Bildern menschlicher Erfahrung.

 

Stephan Balkenhol

Die große internationale Anerkennung des Werkes von Stephan Balkenhol ist nicht zuletzt auf diese Fähigkeit zurückzuführen, eigentlich unnahbare, ehrfurchtgebietende mythologische oder literarische Gestalten in zugängliche Identifikationsfiguren zu verwandeln. Balkenhol macht Archetypen zu vertrauten Personen. Mit diesem Projekt stärkt Salzburg sein Profil als Stadt, in der sich Musiktheater, Kunst und urbaner Alltag gegenseitig ergänzen und bereichern.

 

 

Stephan Balkenhol, Là ci darem la mano …, Don Giovanni

Là ci darem la mano … Ausstellung in Salzburg

Der Titel „Là ci darem la mano …“ – zu Deutsch in etwa „dort werden wir uns die Hände reichen“ – stammt aus dem berühmten Duett aus Wolfgang Amadé Mozarts Oper Don Giovanni (KV 527).

Wörtlich übersetzt bedeuten diese Worte: „Dort werden wir uns die Hand reichen.“

Doch dieses „Dort“ ist weit mehr als eine Ortsangabe. Es eröffnet einen Raum der Möglichkeit – räumlich wie zeitlich. Don Giovanni lockt Zerlina mit der Verheißung eines anderen Lebens, ein schamloser Akt der Verführung ohne gemeinsame Zukunft.

Die eigentliche Spannung des Duetts liegt dabei in Zerlinas Zögern. „Ich möchte, und ich möchte nicht, mir zittert etwas das Herz.“

Zittert das Herz angesichts dessen, was sein könnte oder weil sie ahnt, was Don Giovanni tatsächlich im Schilde führt? Gerade dieser Schwebezustand verleiht der Szene ihre universelle Kraft.


La ci darem la mano …, Weisser Saal

Führungen im DomQuartier

MI 29. Juli 2026 · 16 Uhr
SA 1. August 2026 · 15 Uhr
MI 12. August 2026 · 16 Uhr
MI 19. August 2026 · 16 Uhr
MI 2. September 2026 · 15 Uhr
SA 5. September 2026 · 15 Uhr

MI 30. September 2026 · 15 Uhr

Anmeldung empfohlen.

Onlinetickets: shop.domquartier.at

 

Blick in die Ausstellung in den Prunkräumen

 

Exklusiver Blick ins Atelier von Stephan Balkenhol

Schaffensphasen der Skulpturen, welche am Residenzplatz und im DomQuartier Salzburg ab Ende Juli zu sehen sein werden.

© Noah Kronreif & Dominik Kusion, Mattebox Studio

 

Der große Erfolg der Kunstinstallation „Secret Garden“ von Jaume Plensa im vergangenen Jahr hat gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach zeitgenössischer Kunst im Stadtraum ist. Aus diesem Grund haben Land und Stadt Salzburg die Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn rund um ihren Leiter Walter Smerling eingeladen, auch in diesem Jahr ein Projekt am Residenzplatz zu realisieren. Mit an Bord ist heuer das DomQuartier Salzburg.

 

In Kooperation mit der Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn