Mythologie als Mittel barocker Repräsentation. Götter, Mythen und Legenden
Auf den Spuren der Salzburger Fürsterzbischöfe Barocke Lebenswelten erkunden! Welche Rolle dabei die antiken Gottheiten, Heldinnen und Helden und uralte Legenden spielen, erfahren Sie bei einer faszinierenden Führung durch die prunkvollen Räumlichkeiten des DomQuartiers.
Die Inszenierung von Luxus und Reichtum stellte einen zentralen Bestandteil der barocken Hofkultur dar und diente den Salzburger Fürsterzbischöfen zur Repräsentation und Demonstration ihrer Macht. Die aufwendige Gestaltung und Ausstattung der Salzburger Residenz sollte die Bedeutung des Erzbischofs deutlich machen, indem sie dessen Reichtum, Bildung und Geschmack eindrucksvoll zur Schau stellte.
Für die Gestaltung der Prunkräume setzen die Fürsterzbischöfe auf ein bewährtes Mittel – sie griffen auf antike Legenden und mythologische Themen zurück. Durch die Gleichsetzung mit Gottheiten, zeigte man die eigene Größe und glorifizierte die eigene Herrschaft. Auch sollten dadurch Machtverhältnisse legitimiert werden und Aussagen zur sozialen Ordnung oder moralische Aussagen getroffen werden.
So beauftragte zum Beispiel Fürsterzbischof Franz Anton Harrach (1709-1727) die Maler Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte mit der Ausführung eines Alexander-Zyklus in den Prunkräumen. Alexander der Große, bereits zu Lebzeiten eine mythisch überhöhte Gestalt, fungierte dabei als Identifikationsfigur und moralisches Exempel.
Tauchen Sie beim Rundgang durch die wunderschönen Räumlichkeiten in diese fantastische Welt ein und erfahren Sie, wie diese antiken Vorbilder im Barock eine neue Bedeutung finden konnten und gleichzeitig als Symbol der Herrschaft in Salzburg inszeniert wurden.
Treffpunkt: Innenhof der Residenz, Herkulesbrunnen
Kosten: Ticket + €4,– Führungsgebühr
Onlineticket empfohlen
Aufgrund beschränkter Teilnehmer:innenzahl
Restplätze können an der Kassa oder vorab telefonisch erfragt werden.