Johann Paterer, Johannes Nepomuk

Zum 300-Jahr-Jubiläum seiner Seligsprechung

Das Dommuseum besitzt seit der Übernahme einer großen Privatsammlung 2017 einen außergewöhnlichen Bestand von Johannes Nepomuk-Objekten. Es liegt daher nahe, anlässlich des Jubiläums der Seligsprechung des böhmischen Märtyrers ausgewählte Stücke aus diesem Sammlungsbestand zu zeigen. Diese werden ab Mitte Mai im Südoratorium des Salzburger Domes in einer kleinen, aber feinen Präsentation, eingestreut in die Dauerausstellung des Dommuseums, zu sehen sein.

Themen sind die Lebensgeschichte und die Geschichte der Nepomuk-Verehrung, die in der Zeit der Rekatholisierung nach dem Dreißigjährigen Krieg einen ungeheuren Aufschwung nahm. 1721 selig- und 1729 heiliggesprochen, wurde Johannes Nepomuk ein „Modeheiliger“ der Barockzeit – gerade auch in Salzburg, wo die Fürsterzbischöfe Franz Anton Harrach und Leopold Anton Firmian seinen Kult förderten. Viel früher schon, lange vor der Selig- und Heiligsprechung, hat ihn Johann Michael Rottmayr bereits 1697 im Fresko der Dreifaltigkeitskirche unter die Heiligen versetzt. Johannes Nepomuk, seit 1736 zweiter Diözesanpatron (nach Rupert und Virgil), ist auch sonst im öffentlichen Raum überaus präsent. Im Stadtgebiet verstreut stehen mehrere Marmorfiguren des Bildhauers Josef Anton Pfaffinger und landauf, landab finden sich zahlreiche „Brückenheilige“, Bilder und Figuren in Kirchen und Kapellen.


Die Ausstellung muss auch danach fragen, was uns Johannes Nepomuk heute zu sagen hat. Immerhin ist er nicht nur Patron gegen alle Wassergefahren, sondern auch gegen böse Zungen, gegen üble Nachrede. Somit steht er für Anliegen, die mehr denn je aktuell sind, wenn man an all die Unfreundlichkeiten und „Fake News“ denkt, die in sozialen Netzwerken kursieren.

Auszug der Gemälde und Exponate

Termine zu Führungen werden demnächst veröffentlicht.

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