Das Wappen an der Schmalseite des Raumes verweist auf den ersten Bauherrn der heutigen Residenz: Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Um seinen hohen Rang zu unterstreichen, hatte er 1592 eigenständig sein Wappen erweitert und damit aufgebessert. Seither ist das Stammwappen seiner Familie mit der Kugel in der Mitte versehen. Auf den Seiten befinden sich ein hoher Hut mit Straußenfedern und ein aufsteigender Löwe vor einem schrägen Balken. Oben ist das Wappen des Erzbistums Salzburg zu sehen, mit einem Löwen und einem dreigeteilten Schild.

Das Wappen-Medaillon wurde aus Stuck gefertigt und zusammen mit anderen Verzierungen in den Jahren 1611/12 ausgeführt, wahrscheinlich von Elia Castello und seinen Mitarbeitern. Nach der Entmachtung Wolf Dietrichs ließ sein Nachfolger, Marcus Sitticus, einige Teile der Dekoration abschlagen. Sein eigenes Wappen mit dem Steinbock ist auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges zu finden.