Das Herrscherportrait im Weißen Saal
Das Porträt zeigt Kurfürst Ferdinand I. von Salzburg. Er stammte aus dem Haus Habsburg-Lothringen und war zuvor Großherzog der Toskana. Doch während der napoleonischen Kriege wurde er aus der Toskana vertrieben. Im Jahr 1803, nachdem der letzte Fürsterzbischof von Salzburg abdankte, wurde Salzburg zum Kurfürstentum erhoben, und Ferdinand übernahm die Herrschaft.
In diesem Jahr malte Andreas Nesselthaler, das Porträt von Ferdinand. Darauf trägt er die weiß-rote Uniform eines österreichischen Feldmarschalls und ist mit Orden geschmückt. Neben ihm liegen auf einem Polster der österreichische Erzherzogshut und die Krone des Großherzogtums Toskana. In seiner linken Hand hält er ein Blatt mit einer lateinischen Inschrift, die zusätzlich auf die Ereignisse hinweist: „Der Arno wurde dir geraubt, nimm das goldene Zeitalter der Salzach.“ Im Hintergrund ist die Festung Hohensalzburg zu sehen.
Allerdings musste Ferdinand schon nach zwei Jahren, 1805, Salzburg wieder verlassen und als Kurfürst abdanken.
