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Kunst- und Wunderkammer

Die Kunst- und Wunderkammer ist im sogenannten südlichen Dombogen untergebracht

Dieser Arkadengang entstand wie der nördliche Dombogen und gleichzeitig mit der Langen Galerie  um 1660. Aus dieser Zeit stammen noch der Stuck, der Marmorfußboden sowie die Schränke. Dem ältesten erhaltenen Verzeichnis von 1717 zufolge enthielt die Kunstkammer der Fürsterzbischöfe vor allem Objekte aus Bergkristall und Edelsteine aus dem Salzburger Land wie Smaragde aus dem Habachtal.


Guidobald Graf Thun hatte 1662 eine Kristallmühle gegründet, um heimische Bergkristalle künstlerisch bearbeiten zu lassen. Er beschäftigte auch einen der besten Elfenbeinschnitzer seiner Zeit, den sogenannten Furienmeister. Die Kunstkammer diente so der Selbstdarstellung des Fürsterzbischofs und zeugte von der Leistungsfähigkeit und dem Reichtum des Landes. Nach der Säkularisierung Salzburgs 1803 wurden fast alle diese Gegenstände von den jeweiligen Landesherren weggeschafft, viele von ihnen nach Wien.

1974 wurde die Kunst-und Wunderkammer im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert.

Als Johannes Neuhardt 1974 das Dommuseum gründete, ließ er die Kunst- und Wunderkammer neu einrichten. Er ordnete die Stücke wie im Barock nicht wissenschaftlich nach Epochen oder Regionen, sondern nach Materialien, Aufgaben oder Herkunft. Schrank II enthält wieder Mineralien und Edelsteine aus den Salzburger Alpen. Das geschnitzte Steinbockhorn in Schrank V ist ebenso eine Salzburger Besonderheit wie der geschnittene Bergkristall in Schrank VI. Die beiden gedrechselten Türmchen aus Elfenbein in Schrank IV sind typische barocke Kunstkammerobjekte wie auch der Narwalzahn, den man bis in die Neuzeit für das Horn des Einhorns hielt. Der äußerst seltene, bemalte Himmelsglobus zeigt die um 1660/1680 bekannten Sternbilder und wurde 1790/1810 um neu entdeckte Sternbilder ergänzt. Auch historische Zeitmesser werden gezeigt.

Die neue Kunst- und Wunderkammer zeigt Objekte aus dem Kunsthandel und Leihgaben der Erzabtei St. Peter sowie aus Privatbesitz vereint im Sinne einer Universalsammlung des 17. Jahrhunderts staunenswerte Gegenstände aus Natur, Kunst und Technik.

 

Rundgang durch die Kunst- und Wunderkammer

Zum Reinhören (Audio-Führung)


 

Virtuelle 3D-Tour

 

Die Schränke der Kunst- und Wunderkammer

 

 

 


Die Prunkräume der Residenz zu Salzburg

Prunkvoller barocker Saal

Zu Gast bei den Fürsterzbischöfen

Die Residenz diente über die Jahrhunderte hinweg den Fürsterzbischöfen als prunkvoller Amts-und Wohnsitz, war Zentrum ihrer weltlichen Macht. Schon zur Barockzeit zählte sie zu den feudalsten Repräsentationsstätten im deutschsprachigen Raum. Heute gehört die Residenz im Herzen der Altstadt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Salzburgs.

Die Prunkräume zählen zu den zentralen Orten der Salzburger Geschichte und erzählten in beredter Weise von der großen politischen und kulturellen Bedeutung der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenzstadt. Sie spiegeln über 200 Jahre Herrschafts- und Stilgeschichte wider, von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus.

Der DomQuartier-Rundgang führt durch kostbar ausgestattete Räumlichkeiten, die vom Hang der damaligen Herrscher zur Inszenierung zeugen. Sie waren Orte der Respräsentation sowie eines regen politischen und kulturellen Lebens. Wie einst Gesandte fremder Fürsten, Staatsmänner und Hofbeamte zu einer Audienz beim Fürsterzbischof schritten, so begeht man noch heute die Appartements, vom beinahe 600 Quadratmeter großen Carabinierisaal durch den Rittersaal, das Konferenzzimmer und die Antecamera bis zum prunkvollen Höhepunkt, dem Audienzsaal. Der daran anschließende Privatbereich der Fürsterzbischöfe bestand aus dem Arbeitszimmer, dem Schatullenkabinett (blauer Salon), dem Schlafzimmer mit Privataltar, der Schönen Galerie, dem Thronsaal und dem Weißen Saal. Zu den Kostbarkeiten zählen klassizistische Keramiköfen, venezianische Spiegel, Deckenfresken von Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte, Kristallluster aus böhmischem Rauchglas, hochbarocke Deckenstuckarbeiten mit Blattgold, wertvolle Uhren, Tappisserien und Gemälde.


Museum St. Peter

Museum St. Peter, Raum 1

Wertvolle Kunstschätze der Sammlungen der Erzabtei St. Peter – 1300 Jahre Klostergeschichte

Die Kunstschätze, die in der Langen Galerie und im Museum St. Peter zu sehen sind, verbildlichen die Geschichte des ältesten Klosters im deutschsprachigen Raum.

St. Peter blickt seit seiner Gründung beziehungsweise Erneuerung durch Bischof Rupert im Jahre 696 auf eine ungebrochene Kontinuität zurück und gilt als das älteste noch bestehende Kloster im deutschen Sprachraum. Wie in den meisten klösterlichen Sammlungen bildet der mittelalterliche Kirchenschatz die Grundlage der St. Petrischen Sammlungen. Die religiöse Lebensform eines Klosters und die Feier der heiligen Liturgie erforderten bestimmte Gerätschaften (Vasa sacra) und Textilien (Paramente), die in der Sakristei und später in der Schatzkammer aufbewahrt wurden. Die bedeutenden Sammlungen der Erzabtei umfassen neben dem Kirchenschatz auch eine Gemäldesammlung, große Bestände an Grafiken, Münzen, Kunsthandwerk, Mineralien, Musikinstrumenten und anderes mehr.

Zum Reinhören (Audioguide)
„Kunstschätze von St. Peter“


Glanzstücke der Sammlung

Im Museum St. Peter, das sich im sogenannten Wallistrakt der alten fürsterzbischöflichen Residenz (dem ehemaligen Hofbogengebäude) befindet, wird eine Auswahl der schönsten Exponate präsentiert: etwa das sogenannte Rupertuspastorale (ein Abtstab aus dem 11./12. Jahrhundert), ein Messkelch aus dem 12. Jahrhundert und ein besonders gut erhaltenes Kaselkreuz aus dem 15. Jahrhundert. Oder auch die Prunkstücke der Sammlung, die von Abt Rupert V. Keutzl um 1480 erworben wurden: eine Mitra mit reichem Edelsteinbesatz, ein ebenso kunstvoll verziertes Pastorale sowie eine zugehörige Schließe für den liturgischen Prunkmantel.


Musikraum Museum St. Peter, Claviorganum

St. Peter und die Musik

Zudem spürt die Abteilung „St. Peter und die Musik“ den fruchtbaren Verbindungen der Erzabtei zu Michael Haydn und Wolfgang Amadé Mozart nach und zeigt unter anderem das reich mit Schnitzwerk dekorierte Claviorganum: ein kunstvoll gefertigtes Orgelinstrument aus dem Besitz von Fürsterzbischof Wolf Dietrich.

Geschichte von St. Peter

Im dritten Teil der Dauerausstellung wird die Geschichte von St. Peter erzählt, bis hin zum Klosterleben heute. In filmischer Umsetzung erzählen etwa der Erzabt und die Mitglieder des Konvents vom Leben im Kloster: über ihren Tagesablauf, ihre Aufgaben, ihr Sprechen mit Gott.


Einer der frühesten Galeriebauten nördlich der Alpen

Lange Galerie St. Peter

Die Lange Galerie St. Peter, eindrucksvolle 70 Meter lang und mit herausragendem Deckenstuckarbeiten geschmückt, ist einer der frühesten Galeriebauten nördlich der Alpen. 
In der ehemaligen Gemäldegalerie der Fürsterzbischöfe, die zwischen 1657 und 1661 unter Guidobald Graf von Thun errichtet und 1819 der Erzabtei St. Peter übertragen wurde, sind großformatige, religiöse Gemälde aus den reichen Sammlungen der Erzabtei St. Peter zu sehen, die vor allem der religiösen Andacht dienten und für Räumlichkeiten des Stifts entstanden.

Zum Reinhören (Audioguide)
Die „Lange Galerie bey Hof“


Dommuseum

Vista sul museo del Duomo

Im Südoratorium des Salzburger Doms – Kunstschätze aus der Erzdiözese Salzburg

Seit 1974 befindet sich das Dom- und Diözesanmuseum in den Räumen des südlichen Oratoriums des Salzburger Doms, das wie das gegenüberliegende Nordoratorium früher als Kapelle genutzt wurde un dem heiligen Virgil geweiht ist. Hier werden Kunstwerke aus 1300 Jahren Salzburger Kirchengeschichte gezeigt.

Das Herzstück des Salzburger Dommuseums bildet der Domschatz. Dieser besteht aus Geräten und Gewändern, die im Dom bei den liturgischen Handlungen zum Einsatz kamen bzw. kommen: Kelche, Monstranzen, Bischofsstäbe, Mitren und Chormäntel. Sie verkörpern gleichermaßen Glauben, Kunstsinn und Reichtum ihrer Auftraggeber.
Die im Dommuseum ausgestellten Gemälde und Skulpturen stammen zum größten Teil aus Pfarren und Klöstern der Erzdiözese Salzburg und vermitteln einen Eindruck vom künstlerischen Reichtum des Landes.


Hostientaube, Limoges, 1225 Kupfer, vergoldet

Dommuseum

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Dommuseums zählen unter anderem das Rupertuskreuz aus dem 8. Jahrhundert, die Pretiosenmonstranz, Gemälde von Paul TrogerReliefs von Georg Raffael Donner sowie die Hostientaube aus Limoges

Die Hostientaube entstand im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts im französischen Limoges und ist seit 1553 im Dom nachweisbar. Sie diente ursprünglich wohl zur Aufbewahrung von Hostien. Im 16. Jahrhundert enthielt sie Weihrauch. Wie der Abtstab in St. Peter und andere Arbeiten aus Limoges besteht sie aus vergoldetem Kupfer, ist mit farbigem Email verziert und mit Türkisen und Glassteinen besetzt.

 

 

 

 


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